Rügen

Smaragdgrüne See wie empfängst du mich prächtig,
reich beseelter Ort mit lyrischen Winden mächtig.
Gelber Ginster, grünes Getreide, Wogen der See
rollen in mich hinein und entführen mein Weh.
Suche Einkehr ohne Mauern und Wonne im Freien,
schillernd brechen die Meeresfluten, erheben mein Sein.
Sturmmöwen schnellen, ihre Flügel streichen der Wellen Kamm,
Salz in der Luft, wollenes Gras umfängt mich klamm.
Zerreibe das Orange des Sanddorns, bitter die Blüten,
schaue zaghaft Sterntaucher in Schilfes Dickicht brüten.
Harre bis zur Nacht um der Sterne Licht zu lauschen,
über mir der Feuer Flamme bricht, betörendes Rauschen.
Trage meine Gedanken in des Mondhofes Bann,
wachse zur Eiche, in der slawische Sage begann.
Wurzel in Kreide getrieben, stemme mich gegen den Wind,
halte Stand bis mein Körper ganz im weißen Sand verrinnt.
Brandung nimmt mich auf und trägt mich auf den Wolkenspiegel,
hin zu einem neuen Morgen mit güldener Sonne Siegel.

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